Das Wichtigste in Kürze
- Sammeln Sie Unterlagen, bevor die Vermarktung startet.
- Trennen Sie Ihren persönlichen Wunschpreis von einer nachvollziehbaren Marktpreiseinschätzung.
- Vergleichen Sie Makler nicht nur nach Provision, sondern auch nach Vertrag, Laufzeit und Vermarktungsplan.
- Lassen Sie wichtige Aussagen und Kosten schriftlich festhalten.
1. Unterlagen frühzeitig zusammenstellen
Grundrisse, Flächenangaben, Energieausweis, Modernisierungsnachweise und – je nach Objekt – weitere Unterlagen werden im Verkaufsprozess benötigt. Je früher diese Unterlagen vollständig vorliegen, desto geringer ist das Risiko späterer Verzögerungen oder widersprüchlicher Angaben.
2. Preisempfehlung begründen lassen
Ein hoher Angebotspreis klingt zunächst attraktiv, kann die Vermarktung aber verlängern. Fragen Sie bei Bewertungen oder Preisempfehlungen, auf welche Vergleichsdaten, Lagefaktoren und Objektmerkmale sich die Einschätzung stützt.
3. Maklerleistungen konkret vergleichen
Provision allein sagt wenig über die Leistung. Vergleichen Sie Foto- und Exposéqualität, genutzte Portale, Interessentenqualifizierung, Erreichbarkeit, Besichtigungsablauf, Rückmeldungen zum Vermarktungsverlauf und die geplante Vermarktungsdauer.
4. Vertragslaufzeit und Bindung prüfen
Prüfen Sie, ob ein Alleinauftrag vorgesehen ist, wie lange der Vertrag läuft, wann gekündigt werden kann und welche Pflichten Sie als Verkäufer übernehmen. Maklerverträge über den Kauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern unterliegen in Deutschland besonderen Form- und Provisionsregeln.
5. Nebenkosten und Zusatzvereinbarungen prüfen
Klären Sie, ob neben der vereinbarten Provision zusätzliche Kosten vorgesehen sind. Reservierungs- oder Sondergebühren sollten nicht einfach ungeprüft akzeptiert werden.
6. Angaben zum Objekt belegen
Angaben zu Fläche, Baujahr, Zustand, Modernisierungen oder rechtlichen Besonderheiten sollten belastbar sein. Vermutungen gehören nicht ins Exposé. Bei Unsicherheit ist es sinnvoll, Fachleute einzubeziehen.
7. Übergabe früh vorbereiten
Zählerstände, Schlüssel, Unterlagen, bewegliches Inventar und Übergabetermin lassen sich früh strukturieren. Eine saubere Dokumentation reduziert Streitpotenzial nach dem Notartermin.
Checkliste für Ihren Vergleich
- Vollständige Objektunterlagen
- Nachvollziehbare Preisbegründung
- Provision und Zusatzkosten
- Vertragslaufzeit/Kündigung
- Vermarktungskanäle
- Interessentenqualifizierung
- Regelmäßige Rückmeldungen
- Umgang mit Preisänderungen
- Besichtigungsprozess
- Übergabe und Dokumentation
Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und ersetzt keine individuelle Fach-, Rechts- oder Steuerberatung. Bei Fragen zu Ihrem konkreten Projekt sollten Sie sich an geeignete Fachleute oder die zuständige Stelle wenden.
Quellen & weiterführende Informationen
Die folgenden Quellen haben wir für diesen Ratgeber herangezogen. Über die Links können Sie Details und aktuelle Änderungen direkt bei den jeweiligen Stellen nachlesen.